Chronologie

Bad Windsheim im Zeitraffer



Mittelalter / Spätmittelalter


6. Jahrhundert Fränkische Landnahme, Besiedlung der Windsheimer Bucht, der Name Windsheim ist als „Zu dem Heim des Winid“ zu deuten.


741 Erster urkundlicher Hinweis auf Windsheim (Uuinidesheim)


822 Schenkung von Uuinisheim durch Kaiser Ludwig der Fromme an den Bischof von Würzburg (älteste Urkunde)


1198/99 Gründung des würzburgischen Marktortes Windsheim


1234 Windheim erstmals als Markt genannt


1235 Abtretung Windsheims an den Kaiser durch den Bischof von Würzburg


1284 Erstmals als Stadt belegt; wird dann Reichsstadt


1289 Erste Erwähnung der Kilianskirche


1295 König Adolf von Nassau bestätigt Windsheim als Reichsstadt


1302 Erste urkundliche Erwähnung der (ersten) Stadtmauer


1318 Stiftung eines Spitals zu Ehren des Heiligen Geistes mit Kapelle, der Spitalkirche


1393/94 Erste Erwähnung eines Schulmeisters der Lateinschule, später Gymnasium


Fünfzehntes bis Achtzehntes Jahrhundert


1400 Stiftung der Seekapelle, 1402 geweiht


1424-1434 Erweiterung der Stadtbefestigung


1525 Einführung der Reformation durch den Rat der Freien Reichsstadt, das Augustinerkloster wird der Stadt übergeben, Bauernkrieg


1530 Unterzeichnung der „Confessio Augustana“ durch die Stadt


1596/1597 Hexenprozesse - 25 Frauen werden verbrannt


1618-1648 Dreißigjähriger Krieg; viele Einquartierungen, Durchzüge und Plünderungen
Gustav Adolf, Tilly, Pappenheim und Wrangel nehmen Quartier in Windsheim


1632 König Gustav Adolf von Schweden zweimal in Windsheim


1670-1696 Bürgermeister Melchior Adam Pastorius; sein Sohn Franz Daniel, geboren 1651 in Sommerhausen, 1683 Wegbereiter der ersten deutschen Einwanderer in Nordamerika; gründet die Stadt Germantown (Pennsylvania)


1709 Georg Wilhelm Steller in Windsheim geboren; Arzt und Forschungs- reisender in Sibirien und auf Kamtschatka, 1741 als Begleiter vom Vitus Bering erster Naturforscher in Alaska und auf den Aleuten, am 12. Nov. 1746 in Tjumen in Sibirien gestorben, heute der wohl berühmteste Sohn der Stadt


1713-1717 Bau des schloßartigen barocken Rathauses durch Johann Michael Aspacher und Giovanni Rigaglia


1730 Am 3. Dezember Zerstörung des Stadtkernes durch eine Feuersbrunst


1731-1732 Wiederaufbau des Rathauses durch Stadtbaumeister Johann Nikolaus Krauß


1731-1733 Wiedererrichtung von St. Kilian durch den Ansbacher Hofmaurer- meister Michael Braunstein und Stadtbaumeister Johann Nikolaus Krauß, Nordturm 1738-44 durch dessen Sohn Johann Michael Krauß


1752 Erster Hinweis auf eine Mineralquelle im Windsheimer Gebiet


Neunzehntes bis Einundzwanzigstes Jahrhundert


1802-1803 Ende der Ära als Freie Reichsstadt


1804-1809 Windsheim unter preußischer, französischer, österreichischer und wieder französischer Herrschaft


1810 Windsheim kommt entgültig zum Königreich Bayern


1876-1883 Abbruch der Stadtmauern und Tortürme


1891 Entdeckung der ersten Heilquelle


1902 Erbohrung der ersten Solequelle im Kurpark


1906 Beginn der Heil- und Kurbadentwicklung, Kurhaus wird eröffnet


1907 Zweite Solequelle erbohrt – eine der stärksten Solequellen Europas


1955 Erbohrung der Kiliani-Trinkquelle


1961 Verleihung des Prädikates „Bad“ an die Stadt Windsheim


1972-1978 Gebietsreform, Eingemeindung der Ortschaften Berolzheim, Erkenbrechtshofen, Humprechtsau, Ickelheim, Külsheim, Lenkersheim, Oberntief, Rüdisbronn, Unterntief und Wiebelsheim


1974 Eröffnung des neuen Kurmittelhauses mit Sole-Hallenbad im Kurpark, Eröffnung des Kurhotels und der Seniorenresidenz


1975 Erbohrung des Augustinus-Brunnens


1975 Beginn der Altstadtsanierung, vorbereitende Untersuchungen


1976 Errichtung der Solegewinnungsanlage an der Hans-Schmotzer-Allee


1978 Förmliche Festlegung von Sanierungsgebieten in der Altstadt


1979-1984 Errichtung des Schulzentrums bestehend aus Hauptschule, Wirtschaftsschule, Sonderschulen und Sportzentrum


1982 Eröffnung des Fränkischen Freilandmuseums


1986 Mutter-und-Kind-Heim „Zur Solequelle“ eröffnet


1994-1995 Umfassende Modernisierung der Frankenland-Klinik, Rehabilitationsklinik der LVA Ober- und Mittelfranken


1993-1997 Sanierung, Umbau und Erweiterung des ehemaligen Spitals zu einem modernen Alten- und Pflegeheim mit Tages- und Kurzzeitpflege


1995 Eröffnung des Evang. Seniorenheimes Neumühle


1995-1996 Umbau des Pfarrtöchterheimes zum jetzigen Stephanus- Gemeindezentrum, Christlich Betreutes Wohnen und Diakoniestation


1996 Modernisierung und Erweiterung des ehemaligen Kurzentrums zur Kiliani-Klinik mit Kurzentrum und Solehallenbad


1997 Neubau Kur- & Kongress-Center, Eröffnung Silvester 1998


1997-1999 Neubohrung einer Sole-Gewinnungsanlage


1998 Beginn der umfangreichen Sanierungs- und Umbauarbeiten der Spitalkirche zum Museum „Kirche in Franken“ im Verbund mit dem Fränkischen Freilandmuseum, 2001 wurden dort bedeutende archäologische Funde zur Baugeschichte freigelegt, Eröffnung 2006 geplant


2000 Erbohrung einer eisen- und kohlesäurehaltigen Thermalsole im Bereich des Hans-Schmotzer-Freibades


1999-2000 Sanierung und Neugestaltung des Marktplatzes und der anschließenden Straßen, dabei wurden bedeutende archäologische Funde auf dem Marktplatz entdeckt


2000-2001 Änderungen der Marktplatzplanung und Errichtung des „Archäologischen Fensters zur Stadtgeschichte Bad Windsheim“


2001 Einweihung des sanierten und neu gestalteten Marktplatzes mit

Präsentation von Grabungsfunden durch das "Archäologische Fenster"

 

2002 Erbohren einer zweiten eisen- und kohlesäurehaltigen Thermalsole neben dem Kur- & Kongress-Center



2005/2006 Eröffnung der Franken Therme, des Hochseilgartns, des Phoenix-Reisemobilhafens, des Gradierwerks und der Kneippanlage

 

2006 Eröffnung des neuen Dr.-Hans-Schmotzer-Freibades

 

2006 Einweihung der sanierten Spitalkirche als Museum "Kirche in Franken"




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