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Fränkische Fachwerkstraße

Unter dem Motto „Fachwerk verbindet“ haben sich über 100 Fachwerkstädte zur Deutschen Fachwerkstraße zusammengeschlossen, um sich gemeinsam zu präsentieren. Verschiedene Regionalstrecken ziehen sich von der Elbe im Norden über die Oberlausitz im östlichen Sachsen bis hin zum Bodensee im Süden.

Als neuer Ableger wurde im März 2021 in Bad Windsheim die Regionalstrecke Franken unter dem Motto „Genuss mit Wein und Bier“ gegründet. Neben Bad Windsheim gehören Ochsenfurt, Marktbreit, Cadolzburg, Herzogenaurach, Baunach, Ebern, Untermerzbach, Marktzeuln, Seßlach, Heldburg, Stadtlauringen, Hofheim i. Ufr., Königsberg i. Bay., Haßfurt und Zeil am Main zu den Mitgliedern. 

Bei einem Spaziergang durch die Altstadt von Bad Windsheim kann man an jeder Ecke imposante Fachwerkgebäude entdecken. Insgesamt findet man in Bad Windsheim 211 eingetragene Baudenkmäler mit Fachwerkkonstruktion – allein 145 davon befinden sich im Bereich der historischen Altstadt. Einige besondere Fachwerkgebäude werden im Folgenden näher erklärt:

Alte Lateinschule

Die "Lateinschule“ wurde 1573 an der Stelle des bereits 1438 bezeugten Vorgängerbaus errichtet. Belegt ist ihre Existenz in Windsheim ab etwa 1400, womit sie eines der ältesten Gymnasien Nordbayerns ist.

Rektorhaus

Das "Rektorhaus“ stammt aus dem Jahr 1567 und beherbergt seit 1991 das evangelisch lutherische Dekanat und Pfarramt. Der Fachwerkgiebel des "Rektorhauses“ ist im Vergleich zum etwa gleich alten Stadtschreiberhaus noch stärker spätmittelalterlicher gestaltet.

Stadtschreiberhaus

Das "Stadtschreiberhaus“ von 1570 ist ein typischer, reicher Fachwerkbau des späten 16. Jahrhunderts.

Zum Storchen

Der breite Massivbau des Gasthauses "Zum Storchen" aus dem Jahr 1296 gilt als das älteste bekannte Fachwerk-Bürgerhaus Bayerns und ist ein einzigartiges Zeugnis frühester bürgerlicher Baukultur. Das schöne Fachwerkhaus ist bereits seit etwa 1580 als Wirtshaus belegt; seit 1746 befindet es sich in Familienbesitz. Das Haus am Weinmarkt ist nicht nur das älteste Fachwerkhaus in der Stadt, sondern auch in Bezug auf die Grundfläche (400qm) das bei Weitem Größte - und das schon zur Bauzeit 1296.

Foto: Florian Trykowski

Klosterchor (Fachwerkturm)

Das hiesige Kloster der Augustiner-Eremiten wurde 1291 gestiftet und im Jahr 1525 wieder aufgelöst. Nur der Chor der Kirche blieb erhalten, da man ihn um 1620 grundlegend umgestaltet hatte (Fachwerkturm datiert auf 1616) als Gebäude für die 1559 gegründete Stadtbibliothek, die sich noch im Obergeschoss befindet.

Fachwerkhäuser als Museum

In Bad Windsheim werden einige Fachwerkhäuser auch als Museen genutzt:

  •  Das Reichstadtmuseum im historischen Ochsenhof, einem im Jahre 1537 als Getreidekasten erbautem einmalig schönem Fachwerk-Ständerbau, zeigt einen umfassenden Überblick über die Geschichte der Stadt und seiner Bewohner.
  •  Eine Besonderheit stellt ganz klar das Fränkische Freilandmuseum dar. Über 100 originalgetreu eingerichtete Häuser zeigen, wie die ländliche Bevölkerung in Franken damals gelebt und gearbeitet hat.
  • Im Frohsinnshof, einer Hofstelle aus dem 17. Jahrhundert, im Ortsteil Oberntief erhält man einen Einblick in alte Traditionen, Tracht und Brauchtum.

Wissenswertes über Bad Windsheim und seine bewegte Geschichte können Interessierte bei den verschiedenen Stadt- und Themenführungen erfahren.